2017-02-20

Cybermobbing betrifft das wirkliche Leben
Safer Internet Day 2017 am Ruperti-Gymnasium

Du bist so hässlich. Pling. Du bist fett und niemand mag dich. Pling. Der Junge schaut auf das Display seines Smartphones. Schwuchtel. Er hebt den Kopf. Aus seiner Nase rinnt Blut. Das linke Auge ist verschwollen. Es ist blau unterlaufen. Der Junge sieht aus, als wäre er verprügelt worden. Jedes Mal, wenn er eine Nachricht liest, trägt er eine neue Verletzung davon. Er wird gemobbt. Doch seine Peiniger lauern ihm nicht auf dem Weg zur Schule auf. Sie schubsen ihn nicht. Sie schlagen ihn nicht. Sie verletzen ihn trotzdem. Der Junge in dem Video-Clip wendet sich nun direkt an den Zuschauer. "Bist du schon einmal über das Internet gemobbt worden? Hast du schon einmal miterlebt, wie jemand über das Internet gemobbt worden ist?"

Diese Frage richtete sich an die Schüler der 6. Klassen des Ruperti-Gymnasiums, die den kurzen Film über den Jungen, der zum "Cybermobbing"-Opfer wird, gespannt verfolgt hatten. Wie bereits in den vergangenen Jahren führte das Ruperti-Gymnasium, das seit 2013 Referenzschule für Medienbildung ist, einen Aktionstag zum weltweiten Safer-Internet-Day durch. Dabei stand das Thema "Cybermobbing" im Mittelpunkt der Aufklärungs- und Präventionsarbeit. Im Alltag der 12- bis 18-Jährigen spielen digitale Medien eine wichtige Rolle, die Kommunikation findet großteils online statt. Natürlich werden Konflikte in digitaler Form ausgetragen. Vor allem Mobbing geschieht nicht nur im direkten Kontakt, sondern auch über das Internet.

Die Schülerinnen und Schüler wurden durch die Einordnung verschiedener Formen von Cybermobbing für das Thema sensibilisiert und bekamen Gelegenheit, über persönliche Erfahrungen mit Beleidigungen in Chatgruppen oder der Verbreitung von bösartigen Gerüchten über soziale Netzwerke zu sprechen. Ausgehend davon wurden einfache Strategien, die dazu beitragen können, Cybermobbing bereits in den Anfängen zu stoppen, diskutiert.


Wie würde es dir gehen? Sensibilisierung für das Thema "Cybermobbing"


Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen durften am Ende auch die Prüfung zum "Surfschein" ablegen, bei der sie 30 Fragen rund um das Internet beantworten mussten.

Aber auch für alle anderen Mädchen und Jungen an der Schule begann der Tag im Zeichen des SID: In der ersten Stunde durften sie ein Kreuzworträtsel zum Thema ausfüllen, um an der Verlosung attraktiver Preise teilzunehmen. Die Gewinner Antonia Trieb, Florian Kopfmüller und Stephanie Gisbert hatten alle Antworten richtig und freuten sich über Kino- oder Mensa-Gutscheine.


Schülerinnen der 6. Jahrgangsstufe erwerben den "Surfschein", Alle Fotos: Stefan Wolf




Autor: Maria Scherl